Die Gewinner des Pflegepreis Nephrologie 2008 sind:

Anke Freudenthal (Bad Rothenfelde) und Bernd Kortemann (Emsdetten)
Weiterbildungsstätte ifw Ludwigsburg mit Ihrer Arbeit:

Dialyse & Demenz - Zwei Krankheiten in einem Körper

In diesem Jahr wurden 9 Arbeiten aus 5 Weiterbildungsstätten eingereicht.
Die Themen reichten von der Frage ob auch ein schwieriger Patient für die Selbstbehandlung trainierbar ist über Interkulturelles Arbeiten im Dialysezentrum, Aufbau eines QM-Systems in der Dialyse, Entwicklung eines Leitfadens zur Hautpflege bei Niereninsuffizienz, Wundversorgung, bis zu der Frage ob ein Probiotikum die Hyperphosphatämie bei Dialysepatienten besiegen kann. In einer Arbeit wurde untersucht ob das Dialysepersonal im Umgang mit Diabetikern qualifiziert ausgebildet ist, und zwei Arbeiten befassten sich mit dem Thema Dialyse und Demenz.

Die Übergabe des Preises erfolgte am 20. November 2008 im Rahmen des 6. Dreiländer-Kongress Nephrologische Pflege in Konstanz.



Dialyse und Demenz - Zwei Krankheiten in einem Körper

Kurzfassung der Arbeit

Als Teilnehmer der Fachweiterbildung Nephrologie haben wir uns in unserer Abschlussarbeit der Problematik angenommen, wie dementiell erkrankte Menschen mit terminaler Niereninsuffizenz an der Dialyse versorgt werden.
Durch die demographischen Veränderungen in unserer Gesellschaft ändert sich auch das Arbeitsfeld Dialyse. Es ist zu erwarten, dass sich durch die gestiegene Lebenserwartung die Zahl derjenigen Dialysepatienten erhöht, die zeitgleich noch an einer Demenz erkranken!
Die Betreuung der dementiell erkrankten Patienten wird in der Dialyse drei mal wöchentlich für mehrere Stunden übernommen, daher muss für diese Patienten eine Betreuung angeboten werden, die eine sichere und gute Behandlung nach neuestem Wissensstand gewährleistet.
Ziel dieser Facharbeit ist es, einige Möglichkeiten darzulegen, wie genau dies auch in schwierigen Momenten für den dementen Dialysepatienten zu erreichen ist.
Wir zeigen mit unserer Arbeit zudem auf, dass es Alternativen zur medikamentösen Ruhigstellung für diese Patientengruppe gibt!
Wir arbeiten sowohl in der stationären als auch in der ambulanten Dialyse und wollen mit den aufgezeigten Methoden erreichen, dass der Umgang mit dementiell erkrankten Menschen in Hinblick auf die Zukunft routinierter und professioneller wird.
Zur Vorbereitung auf diese Facharbeit haben wir Weiterbildungskurse zum Thema Demenz besucht und sind dadurch in der Lage, eine Brücke zu bauen zwischen den beiden Krankheitsbildern Dialyse & Demenz.
Es ist sicher ein neuer Weg sich auf diese Patientengruppe einzulassen, aber dafür auch ein lohnender.