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sonographisch gesteuerte Punktion durch Pflegekräfte


Verfasst am: 27. 07. 2014 [11:43]
Beitrag:
Timo
Themenersteller
Dabei seit: 22.09.2011
Beiträge: 76
Wahrscheinlich kennt das jeder...die Punktion will einfach nicht oder nur unbefriedigend gelingen, jedesmal eine Qual für Patient und Pflegekraft. Das kann die verschiedensten Gründe haben.
Ein Lösungsansatz kann sein: Shuntpunktion mit Hilfe eines Sono-Gerätes. Leider oftmals eher ärztlich besetzt. Es ist kein Geheimnis, dass aber gerade die ärztlichen Kollegen (v.a. die Weiterbildungs-Assisstenten bei uns in der Kliniksdialyse) weitaus weniger Punktionserfahrung haben als entsprechende Fachpflegekräfte. Warum also nicht beides kombinieren? Pflegekraft+Sonogerät. ich möchte das gerne bei uns einführen. Von der ärztlichen Seite sehr willkommen, unser CA und unsere OÄ würden uns auch einarbeiten.
Wie sind eure Erfahrungen? Wie sollte man das Vorgehen einführen?
Eine Sorge, die ich habe, ist, dass dieses procedere inflationär im Team benutzt werden wird, jeder Kollege sich mit den anderen um das Sonogerät streitet und die Abläufe komplizierter werden, als es sein muss. Berechtigt?

Ich freue mich auf Eure Einschätzungen!

LG
Timo

Timo Meusel
Fachkrankenpfleger Nephrologie
Qualitätsmanager
Verfasst am: 03. 08. 2014 [10:12]
Beitrag:
Christoph
Dabei seit: 27.03.2012
Beiträge: 35
Hallo Timo,
in der Dialysepraxis mit einem Patientenschlüssel von 1:6 und dem täglichen "Anhängewahnsinn" ist die Punktion unter Sono eine grosse Herausforderung.
Durch die Senkung der Dialysepauschale und weiter Einsparmaßnahmen ist der Zeitrahmen für solche gezielten Punktionen geschmolzen.
Meiner Ansicht nach liegt die Krugs schon bei der Shunt-op.
Ich habe immer gelernt das ein guter Stunt gewisse Vorraussetzungen erfüllen sollte. Dazu gehört für mich auch ein ausreichende Punktionsstrecke die gut zu punktieren ist.
Hin und wieder benutze ich auch ein Sonogerät aber zur Zeit ist das noch die Ausnahme.
LG Christoph
Verfasst am: 22. 08. 2016 [14:14]
Beitrag:
viktoria
Dabei seit: 22.08.2016
Beiträge: 4
Hallo!
Eure Einträge sind schon eine Zeit her...
Konntest du die ultraschallgezielte Punktion bereits implementieren? In unserem Haus hat sich der Umgang mit dem Ultraschallgerät von Pflegeseite "langsam eingeschlichen". Interessierte Mitarbeiter fingen an sich damit zu beschäftigen auch unter anderem, um nicht immer auf den Arzt warten zu müssen (vor Punktion oder zur Lagekontrolle). Wir haben das Team nach dem Medizinproduktegesetz geschult ebenso ist ein Austausch bzgl. Funktionen, interdisziplinär gegeben. Bei uns ist es nicht vorgeschrieben, dass die Pflege den Shunt erst schallen muss, dies ist jedem selbst überlassen. Bei Unsicherheiten unterstützen unsere Ärzte bei Punktionen.
Ich kann die wirtschaftlichen sowie zeitlichen Bedenken verstehen. Nicht jedem Haus/jeder Station steht ein Gerät zur Verfügung. Natürlich ist es ein Zeitaufwand, wenn ein prüfender Blick mittels Ultraschall zur Sicherheit gemacht werden möchte - aber ich denke es ist für Pflege und vor allem für den Patienten angenehmer, als mit der Kanüle "herumzustochern". Dann nimmt auch der Pat. ein paar Minuten Wartezeit in Kauf. Mitpatienten verstehen das meist, wenn es Komplikationen gibt.
Der Nachteil, welcher mir auffällt ist - dass sich viele Kollegen nicht mehr auf ihr altbewährtes "Fingergefühl" verlassen (wollen), sondern lieber gleich mit dem Schall die Punktion durchführen.
glg viktoria
Verfasst am: 07. 03. 2018 [11:45]
Beitrag:
clive_bosko
Dabei seit: 07.03.2018
Beiträge: 1
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